Die Projektpartner
Die Schriftenreihe „Vordenker der liberalen Moderne“ ist ein Verbundvorhaben mehrerer Stiftungen, Universitäten, Bildungseinrichtungen und Denkfabriken.
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Walter Eucken Institut e.V. (WEI)
Das Walter Eucken Institut e.V. (WEI) ist ein Kompetenzzentrum für ordnungspolitische und ordnungsökonomische Grundlagenforschung. Als unabhängige Einrichtung betreibt das Institut wirtschafts‐ und sozialwissenschaftliche Forschung in der Tradition der Freiburger Ordoliberalen Schule. Dies umfasst Untersuchungen zu Fragen der Wirtschafts‐ und Finanzpolitik, der Verhaltensökonomik sowie der Geschichte des ökonomischen Denkens.
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Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Dr. h. c. Lars P. Feld
Prof. Dr. Dr. h. c. Lars P. Feld hat seit 2010 den Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg inne und ist Direktor des Walter Eucken Instituts. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wirtschaftspolitik, Finanzwissenschaft, Neue Politische Ökonomie und Ökonomische Analyse des Rechts.
Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes wurde Lars P. Feld 1999 an der Universität St. Gallen promoviert und habilitierte sich dort im Jahr 2002. Von 2002 bis 2006 war er Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg; von 2006 bis 2010 hatte er den gleichnamigen Lehrstuhl an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg inne. Lars P. Feld ist Mitglied der Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften), des Kronberger Kreises und der Mont Pèlerin Society. Im November 2017 erhielt Lars P. Feld die Ehrendoktorwürde der Universität Luzern. Er ist Träger des Gustav-Stolper-Preises (2021) des Vereins für Socialpolitik, der als wichtigste Auszeichnung für Ökonomen im deutschsprachigen Raum gilt. Im Jahr 2023 wurde Lars P. Feld die Universitätsmedaille der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie die Friedrich-List-Medaille des Bundesverbandes Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb) verliehen.
Seit 2003 ist Lars P. Feld Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen. 2007 wurde er zum Sachverständigen für die Kommission von Bundestag und Bundesrat zur Modernisierung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen (Föderalismuskommission II) benannt und wirkte beratend an der neuen deutschen Schuldenbremse mit. Zum Januar 2020 wurde er als wissenschaftliches Mitglied in die Mindestlohnkommission berufen. Er war von 2011 bis 2021 Mitglied sowie im abschließenden Jahr Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und vertrat diesen von 2013 bis 2021 im Unabhängigen Beirat des Stabilitätsrats. Von Februar 2022 bis November 2024 war Lars P. Feld „Persönlicher Beauftragter des Bundesministers der Finanzen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung“.
Dr. Daniel Nientiedt
Dr. Daniel Nientiedt ist Forschungsgruppenleiter am Walter Eucken Institut. Während seiner Dissertation an der Universität Freiburg war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik (Prof. Lars P. Feld), Forschungsreferent am Walter Eucken Institut und Research Fellow am Center for the History of Political Economy an der Duke University. Im Anschluss verbrachte er zwei Jahre als Postdoktorand am Department of Economics der New York University. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der Neuen Politischen Ökonomie und Ordnungsökonomik sowie der Geschichte des ökonomischen Denkens.
Zentrum Liberale Moderne gGmbH (LibMod)
Das Zentrum Liberale Moderne ist ein politischer Think Tank und eine Debattenplattform. LibMod steht für die Verteidigung und Erneuerung der liberalen Demokratie, für den Aufbruch in die ökologische Moderne und für eine fundierte Osteuropa-Expertise.
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Wissenschaftliche Leitung
Ralf Fücks
Ralf Fücks ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Zentrums Liberale Moderne in Berlin, das sich als Thinktank und Diskussionsplattform zur Erneuerung der liberalen Demokratie versteht. Zuvor war er 21 Jahre lang Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, in der er für die Inlandsarbeit der Stiftung sowie für Außen- und Sicherheitspolitik, Europa und Nordamerika verantwortlich zeichnete.
Fücks schloss sich 1982 den Grünen an und war von 1985 bis 1989 Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender in der Bremischen Bürgerschaft. 1989/90 wurde er als Co-Vorsitzender in den Bundesvorstand der Grünen gewählt. 1991 wurde er Bremer Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz sowie stellvertretender Regierungschef in der »Ampelkoalition« von Grünen, SPD und FDP.
Fücks publiziert in deutschen und internationalen Medien zu Fragen nachhaltiger Entwicklung, politischer Strategie und internationaler Politik. Seine Bücher »Intelligent Wachsen. Die grüne Revolution« (2013) und » Freiheit verteidigen. Wie wir den Kampf um die offene Gesellschaft gewinnen« (2017) erschienen beide im Hanser Verlag. 2018 gab er gemeinsam mit Thomas Schmid den Sammelband „Gegenverkehr. Demokratische Öffentlichkeit neu denken“ heraus (Kloepfer & Meyer). Im September 2019 erscheint der Sammelband „Soziale Marktwirtschaft ökologisch erneuern“, den Fücks gemeinsam mit Thomas Köhler im Verlag der Konrad-Adenauer-Stiftung herausgibt.
Dr. habil. Karolina Wigura
Dr. habil. Karolina Wigura ist Ideenhistorikerin, Soziologin und Journalistin. Sie ist Vorstandsmitglied der Stiftung Kultura Liberalna mit Sitz in Warschau und Senior Fellow des Zentrum Liberale Moderne. Wigura ist außerdem Dozentin am Institut für Soziologie der Universität Warschau und beschäftigt sich mit der politischen Philosophie des 20. Jahrhunderts und Emotionen in der Politik sowie mit Soziologie und Ethik der Erinnerung, insbesondere mit Übergangsjustiz, historischer Schuld und Versöhnung. Sie ist außerdem Assistenzprofessorin und Mitglied des European Council on Foreign Relations. Von 2016 bis 2018 war sie Co-Direktorin des Polnischen Programms am St. Antony’s College der Universität Oxford.
Wigura erhielt Stipendien am Institute for Advanced Studies in Berlin, der Robert Bosch Akademie, dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien, dem German Marshall Fund und dem St. Antony’s College der Universität Oxford. 2008 erhielt sie den Großen Pressepreis für ihr Interview mit Jürgen Habermas „Europa in der Todesstarre“. Wigura ist die Autorin von The Guilt of Nations: Forgiveness as a Political Strategy (2011) und The Invention of Modern Heart: Philosophical Sources of Contemporary Thinking of Emotions (2019) – beide auf Polnisch. Ihre Arbeiten wurden auch in The Guardian, The New York Times, Neue Zürcher Zeitung, Gazeta Wyborcza und anderen Zeitschriften veröffentlicht. Derzeit arbeitet sie an einem Buch mit dem Titel „Gegen den liberalen Defätismus. Wie man Populisten besiegt” (Suhrkamp, erscheint 2026).
Dr. Jarosław Kuisz
Dr. Jarosław Kuisz ist Senior Fellow am Zentrum Liberale Moderne in Berlin, Chefredakteur der polnischen Online-Wochenzeitung Kultura Liberalna und Associate in Russian and East European Studies (REES) an der Oxford School of Global and Area Studies der Universität Oxford. Er ist Mitautor von „Posttraumatische Souveränität: Ein Essay über Ostmitteleuropa“ (Suhrkamp, 2023; BPB, 2024) und Autor von „The New Politics of Poland“, das von Foreign Affairs zu einem der besten Bücher des Jahres 2024 gekürt wurde. Derzeit arbeitet er an einem Buch mit dem Titel „Gegen den liberalen Defätismus. Wie man Populisten besiegt” (Suhrkamp, erscheint 2026).
Ludwig-Erhard-Stiftung e.V. (LES)
Zweck der Ludwig-Erhard-Stiftung e.V. ist die Förderung freiheitlicher Grundsätze in Politik und Wirtschaft durch staatsbürgerliche Erziehungs- und Bildungsarbeit im In- und Ausland sowie durch wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Gebiet der Wirtschafts- und der Ordnungspolitik. Um diesen Zweck zu erreichen, fördert die Stiftung den akademischen Nachwuchs, führt wissenschaftliche Arbeiten durch, gibt Publikationen heraus und veranstaltet Vorträge sowie Seminare. Die Ludwig-Erhard-Stiftung vergibt jährlich einen Preis für Wirtschaftspublizistik sowie für Verdienste um die Soziale Marktwirtschaft. 2022 gründete die in Bonn sitzende Stiftung das Ludwig-Erhard-Forum für Wirtschaft und Gesellschaft, ihren Berliner Think Tank, der sich mit der Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft befasst.
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Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Stefan Kolev
Prof. Dr. Stefan Kolev ist Ökonom mit dem Schwerpunkt Geschichte des ökonomischen Denkens. Er forscht zur Geschichte der liberalen politischen Ökonomie, hier vor allem Ordoliberalismus und Austrian Economics, sowie zur Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft.
Er studierte Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg und promovierte dort 2011 mit einer volkswirtschaftlichen Dissertation zur Geschichte des deutschsprachigen Neoliberalismus. Nach einer Zwischenstation beim Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) in Erfurt mit einem Projekt zur Geschichte der Planwirtschaft der DDR wurde er 2012 auf eine Professur für Wirtschaftspolitik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau berufen, die er bis heute innehat. Er ist Herausgeber der beiden Zeitschriften ORDO Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft sowie Journal of Contextual Economics – Schmollers Jahrbuch. In den vergangenen Jahren absolvierte er Forschungsaufenthalte an der Bulgarischen Nationalbank, der Duke University, der Indiana University Bloomington sowie der Princeton University.
Seit 2023 leitet er das Ludwig-Erhard-Forum für Wirtschaft und Gesellschaft, die Berliner Forschungseinheit der Ludwig-Erhard-Stiftung. Hier ist er politikberatend tätig, veröffentlicht regelmäßig Beiträge in überregionalen Medien und forscht zu Fragen der Innovationsökonomik, der Entbürokratisierung und der Geoökonomik.
Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft
Die Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft e.V. (ASM) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Tübingen, dessen Tätigkeit auf die Förderung der Akzeptanz der Sozialen Marktwirtschaft ausgerichtet ist. Gegründet 1953 und in ihren Anfängen geprägt durch den liberalen Denker Alexander Rüstow, geht ihr Tun von dem Verständnis aus, dass die Wirtschaft als ein Baustein in einer umfassenden gesellschaftlichen Ordnung eingebettet ist. Es geht um eine Wirtschaft für den Menschen.
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Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Nils Goldschmidt
Prof. Dr. Nils Goldschmidt ist seit 2025 Direktor des Weltethos-Instituts an der Universität Tübingen. Er ist Inhaber der Professur für Kontextuale Ökonomik und ökonomische Bildung an der Universität Siegen, Vorstandsvorsitzender der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft und seit Oktober 2024 Mitglied im Deutschen Ethikrat. An der Universität Freiburg studierte er Katholische Theologie und Wirtschaftswissenschaften. Dort schloss er auch 2001 seine Promotion zum Dr. rer. pol. und 2008 die Habilitation im Fach Volkswirtschaftslehre ab. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Ordnungsökonomik, Wirtschaftsethik, ökonomische Bildung, Sozialpolitik sowie die Geschichte und Methodologie des ökonomischen Denkens.
In früheren beruflichen Stationen war Goldschmidt Professor für Sozialpolitik und Sozialverwaltung an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München und Vertretungsprofessor für Sozialpolitik und Organisation sozialer Dienstleistungen an der Universität der Bundeswehr München. Gastprofessuren führten ihn an die Roosevelt University in Chicago und an die Universidad Católica Argentina in Buenos Aires.
Nils Goldschmidt ist stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung (DeGÖB) und Berater der Deutschen Bischofskonferenz zu gesellschaftlichen und sozialen Fragen. Darüber hinaus leitet er das Kuratorium des Ludwig-Erhard-Forums in Berlin und ist im Beirat des Beirats des Roman Herzog Instituts in München. Des Weiteren ist er Vorstandsmitglied der Görres-Gesellschaft in Bonn und Affiliated Fellow am Walter Eucken Institut in Freiburg.
Foto: Philipp Sigle
Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt
Heisenberg-Professur
Im Mittelpunkt der Forschungsagenda der Heisenberg-Professur mit Schwerpunkt Politische Theorie, Ideengeschichte und Theorien der Ökonomie stehen Themengebiete, die an den Schnittstellen von politischer Theorie und politischer Ökonomie angesiedelt sind. Dabei spielen liberale, neoliberale und auch konservative Positionen in ihren gegenseitigen Bezügen und Spannungsverhältnissen eine zentrale Rolle. Professor Dr. Biebricher hat in diesem Bereich in den letzten Jahren diverse Monographien vorgelegt; insbesondere Die politische Theorie des Neoliberalismus (Suhrkamp 2021) und Geistig-moralische Wende: Die Erschöpfung des deutschen Konservatismus (Matthes & Seitz 2022).
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Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Thomas Biebricher
Prof. Dr. Thomas Biebricher ist Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politische Theorie. Seine Forschung bewegt sich an der Schnittstelle zwischen politischer Theorie und politischer Ökonomie, wobei er sich besonders mit dem Neoliberalismus in Theorie und Praxis, der Europäischen Union und dem Konservatismus befasst.
Nach seinem Studium der Politikwissenschaft, Wirtschaftspolitik und des Öffentlichen Rechts an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, promovierte er dort 2003 im Fach Politikwissenschaft mit einer Dissertation über Jürgen Habermas und Michel Foucault. Anschließend war er sechs Jahre lang als DAAD Visiting Assisant Professor am Political Science Department der University of Florida in Gainesville tätig. 2009 wechselte Thomas Biebricher an den Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo er eine Forschungsgruppe zum Thema „Variationen des Neoliberalismus“ leitete. Zwischen 2012 und 2020 hatte er Lehrstuhlvertretungen und Post-Doc Positionen an der Goethe-Universität inne. In diesem Zeitraum absolvierte er zudem einen Forschungsaufenthalt am Center for European Studies der University of British Columbia in Vancouver. Von 2020 bis 2022 war er Associate Professor for the History of Economic Governance an der Copenhagen Business School. Seit 2022 ist er Heisenberg Professor für Politische Theorie, Ideengeschichte und Theorien der Ökonomie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Foto: Heike Steinweg
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Wilfried-Guth-Stiftungsprofessur
Die im Jahr 2011 von den Baden‑Badener Unternehmergesprächen e. V. gestiftete Wilfried-Guth-Stiftungsprofessur für Ordnungs- und Wettbewerbspolitik an der Albert‑Ludwigs‑Universität Freiburg stärkt die Forschungs- und Lehrtätigkeit auf dem Gebiet der europäischen und internationalen Ordnungs- und Wettbewerbsökonomik in der ordoliberalen Tradition der „Freiburger Schule“. Unter der Leitung von Prof. Dr. Tim Krieger widmet sie sich interdisziplinär vornehmlich theoretischen und angewandten ordnungspolitischen Fragen an der Schnittstelle zwischen den Wirtschafts- und Politikwissenschaften, insbesondere zu den Themenbereichen Institutionen, internationale Faktormobilität und Konflikt.
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Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Tim Krieger
Prof. Dr. Tim Krieger ist seit dem Jahr 2012 Inhaber der Wilfried-Guth-Stiftungsprofessur für Ordnungs- und Wettbewerbspolitik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Sein Diplom in Volkswirtschaftslehre (quantitativer Schwerpunkt) erhielt er von der Christian-Albrechts-Universität Kiel, wo er auch das Nordamerikastudien-Zertifikat erwarb. Seine Promotion erfolgte im Jahr 2004 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Weitere Studienorte waren die University of Wisconsin-Eau Claire, die Boston University und die Georg-August-Universität Göttingen. Ab dem Jahr 2007 hatte Prof. Krieger eine Juniorprofessur für Internationale Wirtschaftspolitik an der Universität Paderborn inne, zwischen 2009 und 2011 vertrat er die Professur für Finanzwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz sowie die Professur für Institutionenökonomik an der Philipps-Universität Marburg.
In seiner Forschung beschäftigt sich Prof. Krieger schwerpunktmäßig mit Institutionen, Faktormobilität (insbesondere Migration) und Konflikten. Darüber hinaus arbeitet er an einer modernen Interpretation der Ordnungspolitik in der Tradition der Freiburger Schule. Für seine Forschung zu Polygynie und Konflikten wurde er mit dem Bertha-Ottenstein-Preis 2018 der Universität Freiburg für herausragende wissenschaftliche Leistungen in der Frauen- und Geschlechterforschung ausgezeichnet. Er war zudem Global Shifts Visiting Scholar am Perry World House der University of Pennsylvania.
Foto: Thomas Kunz
BTU Cottbus-Senftenberg
Lehrstuhl für Mikroökonomik
Der Lehrstuhl für Mikroökonomik an der BTU Cottbus-Senftenberg unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Schnellenbach befasst sich mit den Grundlagen der Mikroökonomik und deren Bedeutung für die Wirtschaftspolitik. Im Zentrum stehen Fragen der Politischen Ökonomie, der Finanzwissenschaft und der institutionellen Gestaltung. Besonderes Augenmerk gilt dabei einer verhaltensökonomischen Perspektive und der Verbindung von mikroökonomischer Theorie mit aktuellen Herausforderungen der Wirtschaftspolitik.
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Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Jan Schnellenbach
Prof. Dr. Jan Schnellenbach studierte Wirtschaftswissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal und schloss 2003 an der Universität St. Gallen seine Promotion mit einer Arbeit über dezentrale Finanzpolitik als Wissen generierenden Prozess ab. Vor seiner Berufung zum Professor für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Mikroökonomie an die Brandenburgische Technische Universität Cottbus–Senftenberg war er von 2012 bis 2014 als leitender Forschungsreferent am Walter Eucken Institut in Freiburg tätig und lehrte zudem als Privatdozent an der Universität Heidelberg.
Im Zentrum seiner Forschung stehen Fragen der Politischen Ökonomik und der Finanzwissenschaft; ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Anwendung verhaltensökonomischer Konzepte zur Analyse politischer Entscheidungen. Seit 2015 ist er Mitglied des Editorial Boards des List Forum für Wirtschafts- und Finanzpolitik; zudem gehört er seit 2016 zum Kreis der Mitherausgeber des ORDO Jahrbuchs.
Zentrum für ökonomische Bildung in Siegen (ZöBiS)
Das Zentrum für ökonomische Bildung in Siegen (ZöBiS) ist ein Kompetenzzentrum für qualitative und quantitative Bildungsforschung und steht in der Tradition des konstruktivistischen Bildungsansatzes. Zweck der Einrichtung ist es, Studierende des Lehramtes und Lehrerinnen und Lehrer zu befähigen, selbständige Forschung und Lehre in den Bereichen der Sozialwissenschaften durchzuführen. Das ZöBiS ist in der Bildungsberatung ebenso etabliert wie in der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Grundlagenforschung. Die Mitabeiter des Instituts publizieren regelmäßig in hochrangigen internationalen Fachzeitschriften.
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Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Ekkehard Köhler
Dr. Ekkehard Köhler ist Professor für Wirtschaftsdidaktik und sozioökonomische Bildung an der Universität Siegen. Er studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre, Neuere und Neueste Geschichte und Politikwissenschaften an den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Freiburg und Madison (Wisconsin, USA). Nach seinem Studium arbeitete er zunächst als Volkswirt im Center Investment Banking der Deutschen Bank in Frankfurt am Main und bei der Badischen Zeitung in Freiburg.
Nach seiner Promotion am Walter Eucken Institut an der Universität Freiburg über empirische Geld- und Fiskalpolitik übernahm er dort die Geschäftsführung und ging zu mehreren Forschungsaufenthalten in die Vereinigten Staaten (University of Southern California, School of Business) und nach Frankreich (Paris School of Economics, Université de Rennes). Seit 2019 ist er am Zentrum für ökonomische Bildung an der Universität Siegen tätig. Seine Forschungsinteressen liegen auf den Gebieten der Bildungsforschung und der Volkswirtschaftslehre, der Transmission ihrer Erkenntnisse in die ökonomische Bildung und der Herausbildung des ökonomischen Denkens, die sich in angewandten empirischen und experimentellen ökonomischen Forschungsbeiträgen sowie in Studien zur Theoriegeschichte niederschlagen.

